FIBAA Akkreditierung
15 Jahre GM

New York, New York

Mag. Adrian Ivanovici, stellvertretend für Horst Hofbauer, Mariella Illeditsch, Raluca Iosif und Thomas Strodl
General Management MBA, Class 2008-2010

Es ist sehr leicht, über New York etwas zu schreiben, aber es ist schwierig, die Stadt zu beschreiben oder das Erlebte wiederzugeben in einer Art, dass diejenigen, die das lesen sich auf die Stadt vorbereiten können, auch nicht wenn man dort selber 4 Monate gelebt hat.

Vor der Abreise liest man selber so viel über diese Stadt (und es gibt mehr als genug Informationen: wie z.B. es gibt 5571 Hochhäuser, 10200 km lange Straßen, 12.000 Taxis und 4.000 Busse), man spricht mit  Leuten, die selber dort waren, man stellt alle möglichen Fragen und man hat das Gefühl, man hat doch nicht alles gefragt oder erfahren. Aber jetzt im Nachhinein habe ich den Eindruck, dass alles was ich davor gehört habe, wahr ist. Aber es gibt immer noch etwas, das keiner erzählen kann, und dieses Etwas ist immer die eigene Betrachtungsweise, die eigene Erfahrung.

In Sommer nach New York zu kommen ist schon einmal ein Erlebnis, die Stadt brennt, es ist heiß, die Luftfeuchtigkeit ist hoch (man darf nicht vergessen, dass man sich auf einer Insel befindet), und das Besondere ist: die Hitze wird von  den Wolkenkratzern, die aus Glas und Stahl gebaut sind, noch einmal auf die Strasse reflektiert. Nachdem überall die Klimaanlagen eingeschaltet sind, wird die heiße Luft auch noch einmal auf die Strasse geblasen. Also man kann ruhig 3 – 4 Liter Wasser trinken und man braucht aber keine Toilette.
Ich bin über Newark eingereist, und bei der Anreise in die Stadt habe ich einen Zug nach Manhattan genommen, Reise dauert ca. 1 Stunde und kostet ca. 15 Dollar.

Bei der  Rückreise habe ich eine Art Shuttle Bus bestelle, welcher einen direkt von der Tür abholt und zum Flughafen bringt, kostet ca. 20 Dollar.
Ich möchte über die Stadt nichts Allgemeines schreiben weil es - wie gesagt - es  gibt tonnenweise Informationen die den Stadt besser als ich beschreiben können. Ich möchte über die Sachen schreiben, die für  künftige Auslandsstudierende von Interesse sein werden: Wohnung und Universität.

Wohnung
Ich glaube, das ist an diesem Aufenthalt. überhaupt das Schwierigste zu regeln. Trotz intensiver Suche - wir haben schon in Mai angefangen zu suchen und hatten intensiven E-Mail Kontakt mit verschiedenen Maklern - und trotz Unterstützung vor Ort (eine Bekannte hat die Wohnung besichtigt) waren wir mit der Wohnung nicht zufrieden.

Trotz der guten Lage (5-7 Minuten von Times Square) und einen für New Yorker Verhältnisse guten Preis (1000 Dollar per Zimmer per Monat), war es sehr schwer in dieser Wohnung zu leben. Die Gründe beginnen bei der Sauberkeit, über  Haustiergeruch (dass die Vermieterin vier Katzen und einen Hund hat, hat uns niemand gesagt, aber das eigentliche Problem war, dass die Vermieterin alt war und es einfach nicht mehr geschafft hat, ihre Wohnung sauber zu halten), bis hin zu Problemen mit der Infrastruktur des Hauses. Wir haben ein Leck in der Gasleitung gehabt, nicht dramatisch (die Alarmanlage ist nicht losgegangen), aber der Gasherd musste getauscht werden. In meinem Zimmer gab es einen Wasserrohrbruch in der Decke, und in einem der Badezimmer gab es immer wieder Probleme mit dem Warmwasser.

Ich möchte keine Ratschläge geben aber wenn mich jemanden fragen würde, was ich anders machen würde:
-    ich würde mir von Österreich aus viele Besichtigungstermine machen (dafür muss man früher nach NY fahren und die Besichtigungszeit gut einplanen) und dann die Wohnung vor Ort anschauen und erst dann mieten. Meine Meinung ist, dass alle Leute, die sich die Wohnung teilen werden, dabei sein sollen, um spätere Diskussionen zu vermeiden.
-    obwohl es Standard ist, dass man die Miete im Voraus bezahlt wird, würde ich die Miete nicht mehr im Voraus bezahlen – wir haben die Miete für September schon bevor wir eingezogen sind bezahlt. Ein sofortiges Ausziehen aus der Wohnung hätte den Verlust dieses Geldes plus der Kaution und Maklergebühr bedeutet .

Wenn man in einer Wohnung schon drinnen ist, ist es extrem schwer wieder rauszukommen, und wenn der Mietvertrag schon unterschrieben ist, ist die Gefahr sehr groß, dass bei einer vorzeitigen Beendigung der Vermieter auf Vertragbruch klagt (es stimmt, dass die Amerikaner sehr klagefreudig sind).
Also Wohnen in NY ist ein schwieriges Thema, die Wohnungen in Manhattan sind fast nicht unter 1500 pro Monat und Zimmer zu bekommen. Wenn man aber daran denkt, in Brooklyn oder Queens oder sogar New Jersey zu wohnen, kann man Zimmer um die 800 – 1200 Dollar finden - aber dann muss man die Fahrt und die Kosten nach Manhattan dazurechnen. Für mich war es sehr wichtig in Manhattan leben zu können, man erspart sich sehr viel Zeit und vor allem ist in der Nahe aller Attraktionen.

Universität
Ich habe die Zeit sehr genossen, die vorgeschriebenen 4 Kurse sind ausreichend und halten einen sehr beschäftigt, weil das amerikanischen UniversitätsSystem auf vielen kleinen Prüfungen, case analysis, Präsentationen, pre-readings etc. basiert.

Man soll im Auge behalten, dass um Mitte Oktober die Midterm Exams Phase ist, die Prüfungen sind so wie bei uns die Zwischenklausuren. Aber ich habe den Eindruck gehabt, dass die Note von der Midterm sehr wichtig ist auch für die restliche Studienzeit,  weil sich die Professoren nach dieser Note auf jeden Studenten einstellen.

Die Professoren sind sehr nett und hilfsbereit, man muss allerdings immer berücksichtigen, dass sie sich für einen Exchange Student nicht extra Zeit nehmen und dass sie pro Semester sehr viele Studenten betreuen müssen. Aber wenn man Fragen oder ein persönliches Gespräch mit einen Professor  möchte, ist das absolut kein Problem. Man soll auch nicht vergessen, dass die Leute rund um Dr. Mitten vom Abroad Office da sind, die wirklich sehr hilfsbereit sind und immer helfen können.

Meine Erfahrungen mit den  Kollegen waren auch extrem gut, wenn es ihnen die Zeit erlaubt (sehr viele arbeiten neben den Studium), kann man mit ihnen sogar etwas unternehmen. Wenn man Fragen bezüglich New York hat, sind sie als mehr oder weniger Einheimische von sehr großer Hilfe.
Über das Abroad Office haben wir uns zu diversen Ausflügen angemeldet (z.B. Harlem Rundfahrt). Diese Ausflüge und andere Veranstaltungen werden von der Organisation „One to World“ organisiert.

Das Leben in New York
Wie gesagt, die Reiseführer liefern extrem wichtige Informationen. Wenn man die Zeit findet, ist mein Vorschlag sich sehr viele Sachen am Anfang anzuschauen bevor die Midterm Exams beginnen.
Meine Lieblingsplätze waren: die Freiheitsstatue, eine Manhattan Rundfahrt mit einem Boot, Central Park. Die Preise im Allgemeinen sind nicht zu unterschätzen, auch wenn der Euro Dollar Wechselkurs derzeit sehr günstig ist. Es stimmt, dass Kleidung, vor allem die Jeans sehr günstig sind, und man findet immer wieder Abverkäufe bei verschiedenen Shops. Mit dem Essen habe ich mich nie richtig anfreunden können, es schmeckt alles anders als zuhause, aber ich kann die DELI sehr empfehlen.



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