FIBAA Akkreditierung
15 Jahre GM

15 Jahr-Jubiläum des General Management MBA

Seit dem ersten Lehrgangsstart des General Management MBA im Jahr 2000 hat der Universitätslehrgang zahlreiche Alumni und Studierende hervorgebracht. Das ist Anlaß, zurückzublicken und die letzten Jahre Revue passieren zu lassen.

15 Jahre General Management MBA

Ao.Univ.Prof. Mag. Dr. Wolfgang Aussenegg
Akademischer Leiter des General Management MBA an der TU Wien

Als ich 2008 die akademische Leitung des General Management MBA vom Kollegen o.Univ.-Prof. Dr. Adolf Stepan („Vater“ des General Management MBA) übernommen habe, war mir nicht bewusst, wie interessant, spannend aber auch aufwendig die Betreuung und permanente Weiterentwicklung eines MBA Programms sein kann. Neben der wissenschaftlichen Fundiertheit und dem Praxisbezug der einzelnen Module, liegt mir vor allem auch die maximale organisatorische Unterstützung der StudentInnen am Herzen, die dieses Studium alle mit sehr großem Engagement berufsbegleitend, d.h., unter Verwendung eines Großteils ihrer Freizeit, absolvieren.

Der General Management MBA wird in Kooperation zwischen der TU-Wien und der Donau-Universität Krems abgehalten, wodurch viele Synergien nutzbar werden. So bringt die TU-Wien insbesondere ihre Kompetenz in der Wirtschaftsausbildung im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich und die Donau-Universität Krems ihre Erfahrungen in der postgradualen Weiterbildung ein. Die international anerkannte hohe Qualität des dadurch entstandenen MBA Programms zeigt sich auch in der neuerlichen Re-Akkreditierung durch die FIBAA im Jahr 2013.

MBA steht für „Master of Business Administration“ und „General“ bringt zusätzlich zum Ausdruck, dass es sich um ein generalistisches Managementstudium handelt, das alle wesentlichen Managementfunktionen abdeckt. Dazu gehören im Kerncurriculum die Module Unternehmensrechnung, Methoden des Managements, Organisation und Führung, Absatz und Wettbewerb, Wirtschaft, Corporate Finance, Europäisches und Internationales Wirtschaftsrecht, Qualitätsmanagement sowie Kommunikation und Konfliktverhalten. Im 3. Semester folgt dann in der Vertiefung eine Fülle an Wahlmöglichkeiten (Strategic Management, Human Resource Management, Entrepreneurship, Financial Management, Advanced Business Planning, verschiedene Studienreisen oder als Alternative ein Auslandssemester am Baruch College der City University of New York).

Die Zielgruppe des General Management MBA sind alle jene AkademikerInnen, die keinen wirtschaftswissenschaftlichen Abschluss haben und mit einer wissenschaftlich fundierten, an der Praxis des Wirtschaftslebens orientierten Ausbildung ihre Karrierechancen verbessern wollen. Dazu zählen vor allem auch Personen mit technischem bzw. naturwissenschaftlichem Background. Gerade die Kombination von technisch/naturwissenschaftlichem Fachwissen und einer soliden wirtschaftswissenschaftlichen Basis generiert dann häufig den entscheidenden Vorsprung auf der Karriereleiter.

Oft wird die Frage gestellt, in welche Asset-Klassen man investieren soll. Meist wird dabei übersehen, dass auch Bildung eine wichtige Asset-Klasse darstellt. Sie hat die Besonderheit, dass man ein ganzes Leben lang Erträge aus der Investition Bildung ziehen kann. Darüber hinaus zeigen Studien, dass ein MBA durch die im Durchschnitt zu erwartende Einkommensverbesserung ökonomisch betrachtet eine reine Investitionsentscheidung mit einer Amortisationsdauer von wenigen Jahren ist.

In einer Marktwirtschaft manifestiert sich der Erfolg eines Produkts über die Kundennachfrage. Der General Management MBA kann sich nun seit 15 Jahren am postgradualen Bildungsmarkt erfolgreich behaupten und jedes Jahr genug „Nachfrage“ generieren. Der Erfolg eines Produkts über eine so lange Zeit ist aber keine Selbstverständlichkeit. Vielmehr ist eine laufende Anpassung und Weiterentwicklung an die sich permanent verändernden Marktgegebenheiten erforderlich. Dazu bedarf es vieler sehr engagierter Mitarbeiter. So möchte ich mich beim Kooperationspartner Donau-Universität Krems, dem CEC der TU-Wien, allen Mitgliedern der Faculty und den über die Jahre zahlreichen Programm-ManagerInnen herzlich für ihr Engagement bedanken. Uns allen wünsche ich möglichst viele weitere erfolgreiche Jahre mit dem General Management MBA.

a.o.Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Aussenegg
Akademischer Leiter des General Management MBA an der TU-Wien

Vor 15 Jahren... Ursprung, Ausgangslage und Motivation

Em.O.Univ.Prof. Dipl.-Ing. Dr.techn. Adolf Stepan

Das UG 1993 verlangt von den Universitäten erstmals die Einrichtung eines Karrierecenters und einer Weiterbildungseinrichtung zur Förderung des Berufseintrittes und der Berufschancen unserer Absolventen. Die Vorgabe für die Weiterbildung bestand also in der Entwicklung geeigneter Curricula für Aufbaustudien, Postgradualen Studien und Colleges, die es Absolventinnen und Absolventen ermöglicht, das ökonomische Umfeld ihrer Arbeitswelt zu begreifen und aktiv zu gestalten. Das Format der Wahl dafür sind MBA-Studien. Erste MBA Studien für Ingenieure wurden in den USA während des zweiten Weltkrieges entwickelt um den Mangel an Führungskräften in der Kriegswirtschaft zu kompensieren. Die Situation in den 90er-Jahren des vorigen Jahrhunderts war natürlich eine gänzlich Andere. Bis in die 70-iger Jahre des vorigen Jahrhunderts wuchs die Wirtschaft bedingt durch den Aufbau des zerstörten Europas kräftig. Nachdem der Aufbau als treibende Kraft für die Wirtschaft wegfiel, begannen die Wachstumsraten allmählich zu sinken und wurden bis heue praktisch halbiert. Die Herausforderung heute besteht daher in der Bewährung im internationalen Wettbewerb. Innovationsparadigmen haben unter dem Einfluss der IT Technologien unsere Produktivität und Herangehensweise an Probleme verändert, neue Innovationsfelder wie Biotechnologie, Umweltschutz, aber auch der Organisation wirtschaftlicher Prozesse einschließlich der Logistik sind hinzu gekommen. Und hier hatte Europa Aufholungsbedarf. Trotz sehr guter Forschungsleistungen konnte Europa anfänglich das Innovationspotential, das offensichtlich vorhanden war, nicht in marktfähige Innovationen umsetzen. Heute ist die Situation besser, der Aufholprozess durch Förderungen und Schaffung eines neuen Bewusstseins für eine globale Wirtschaft trägt Früchte.

Die Absolventinnen und Absolventen stehen heute in der Wirtschaft vor neuen Herausforderungen. Innovationen haben die Produktivität im produzierenden Sektor rasant steigen lassen. Immer mehr kann heute mit immer weniger Personal produziert werden, die Lohnstückkosten in der Produktion sinken. Gleichzeitig wächst der klassische Dienstleistungssektor (Bildung, Gesundheitsleistungen, Administration…) um den industriellen Dienstleistungssektor (Software, Logistik,…). Beide sind personalintensiv, Produktivität kann daher naturgemäß nicht mit jener der Stückgüterproduktion mithalten. Der Leistungsmix dieser Sektoren führt zwangläufig zu sinkenden Wachstumsraten mit denen eine innovationsaffine globale Wirtschaft, und mit ihr unsere Absolventinnen und Absolventen, künftig rechnen müssen. Kenntnisse eines modernen Controlling, das Verständnis für neue Organisationsformen, die Finanzierung von Projekten, Innovationen, auch unter Inanspruchnahme von modernen Finanzierungsinstrumenten, Unternehmensgründungen und Aufgaben der Geschäftsführung sind für die Karrierechancen von Absolventinnen und Absolventen naturwissenschaftlicher Studien unabdingbar.

Vor mehr als 15 Jahren war dies die Ausgangssituation für die Entwicklung der ersten Curriculums für den General MBA und genau vor 15 Jahren startete der erste General Management MBA des neu geschaffenen CEC (Continuing Education Center) der TU Wien in Partnerschaft mit der ebenfalls im Aufbau begriffenen jungen dynamischen Business School der Donau-Universität Krems. Dieses erfolgreiche MBA-Programm verlangte sehr bald professionelle Ausdifferenzierung und ist heute Mutter weitere MBA-Programme: „Professional MBA Innovation & Entrepreneurship“ mit der WU Wien, “Professional MBA Automotive Industry“ , „Professional MBA Facility Management“, aber auch vieler anderer verwandter Programme des CEC. Besonders stolz sind wir auf die Partnerschaft mit der größten Business School der USA, dem Baruch College der City University in NY, einer Partneruniversität der TU Wien. Hier haben die Studierenden des General Management MBA die Möglichkeit, das 3. Semester in New York City zu studieren. Die Besonderheit dabei ist es, tief in die Kultur eines MBA Studiums im Mutterland dieses Formates einzutauchen und die dortigen Usancen und Netzwerke kennen zu lernen.

MBAs sind teuer – sie müssen nach den Vorgaben in Österreich selbstragend sein - aber nicht so teuer wie in vergleichbaren Spitzeninstituten in den USA oder in Europa. Das teuerste ist aber ohnedies nicht der monetäre Preis, den man bezahlt, sondern die Opportunitätskosten der Zeit, die im Hörsaal gemeinsam mit den anderen Studierenden und einer internationalen Faculty verbracht wird. Das ist aber auch zugleich das größte Asset neben einem international konkurrenzfähigen Studium: die Integration in Netzwerke und das Bewusstsein, etwas geleistet zu haben das überall Anerkennung findet.

Adolf Stepan
Em. O. Univ.-Prof. Dipl. – Ing. Dr. Adolf Stepan
Leiter der Business School der Donauuniversität Krems von 1997 – 2005
Studiendekan und Leiter des Continuing Education Center der TU Wien von 2004 – 2008

Ein nachhaltiges Erfolgsmodell

Dr. Jutta Kern
Leiterin des ersten MBA Lehrgangs 2000

Als wir im Jahr 2000 den ersten Jahrgang des General Management MBA Programms an der Technischen Universität eröffneten, konnten wir auf eine anstrengende, aber sehr erfolgreiche Entwicklungszeit zurück blicken. Innovationen benötigen immer eine gute Vision um letztendlich in die Praxis umgesetzt werden zu können, und um als Unternehmensmodell zu überleben. Der MBA Lehrgang an der TU Wien hat sich als ein ausgezeichnetes Beispiel dafür herausgestellt.

Die Vision war eine kritische Lücke in der Karriereentwicklung von DiplomingeneurInnen zu schliessen. Während AbsolventInnen der TU eine ausgezeichnete Ausbildung in technischer Hinsicht erhalten, erfordern Funktionen im Unternehmensmanagement zusätzliche skills, die üblicherweise nicht im technischen Curriculum enthalten sind. Der MBA Lehrgang hat gezielt diese Gruppe an AbsolventInnen angesprochen und eine Lösung angeboten, um diese unsichtbaren Barrieren am Weg ins Management zu überwinden.

Darüber hinaus wollte der Lehrgang mit dem MBA Titel international anerkannte akademische Kredenzen anbieten und so den zukünftigen AbsolventInnen auch den Internationalen Markt zu öffnen - eine wesentliche Voraussetzung in einem zunehmend globalisierten Arbeitsmarkt, insbesondere im Technologiesektor.

Die Implementierung eines derartigen Lehrganges, für welchen erstmalig Studiengebühren verlangt wurden, verlangte auch neues Denken innerhalb der traditionellen Wirkungsstätten einer der ältesten Universitäten Europas. Die Zusammenarbeit zwischen der Donau-Universität und der TU Wien im Rahmen einer quasi-Public-Private-Partnership half diesen Kulturwechsel voranzutreiben. Es galt passende Räumlichkeiten zu finden, die Lehrgangsfakultät und attraktive Auslandsmodule zu organisieren, die dem neuen Konzept entsprachen; ein wichtiges Merkmal war auch, den Lehrgang absolvieren zu können, ohne eine Berufsunterbrechung seitens der Teilnehmer zu erfordern.

Letztendes misst sich der Erfolg des Lehrganges am Erfolg der AbsolventInnen. Zurückblickend erfüllt es mich mit Stolz und Freude, dass wir den Lehrgang vor 15 Jahren mit einer soliden Basis etablieren konnten, die sich als nachhaltiges Erfolgsmodell herausgestellt hat.

Dr. Jutta U. Kern
Leiterin des ersten MBA Lehrganges 2000
Derzeit: Country Operations Advisor, The World Bank Group

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